Satzung Boxring „Blau-Weiß” Pforzheim e.V.

§ 1 Name, Sitz, Rechtsform und Zugehörigkeit
Der Verein ist eine freiwillige Gemeinschaft am Boxsport interessierter Bürgerinnen und Burger. Er wurde am 21. 2. 1953 im Gasthaus „Zur Post“ in Dillstein gegründet.
Der Verein ist im Vereinsregister beim Amtsgericht Pforzheim unter Nr. 6 am 17. 1. 1962 eingetragen.

Der Name des Vereins ist Boxring Blau-Weiß Pforzheim e.V.

Der Sitz des Vereins ist Pforzheim. Die Geschäftsstelle wird von Fall zu Fall bekanntgegeben. Der Verein ist Mitglied des Amateur-Boxverbandes Baden (ABVB) und des Badischen Sportbundes (BSB). Die Vereinsfarben sind blau-weiß. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Der Rechtssitz des Vereins ist Pforzheim.

§ 2 Aufgaben, Ziele und Gemeinnützigkeit
1.) Aufgabe und Ziel des Vereins ist die Pflege und Förderung des Boxsports, sowie die wettkampfmäßige Ausübung desselben. Hierzu gehören insbesondere die Förderung der Jugendpflege, die Bildung einer möglichst großen Zahl aktiver Boxer, sowie die öffentliche Veranstaltung von Wettkämpfen.
2.) Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne der Gemeinnützigkeitsordnung vom 24. 12. 1953.
3.) Etwaige Gewinne dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.
Sie erhalten bei ihrem Ausscheiden oder bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins nicht mehr als ihre eingezahlten Kapitalanteile und den gemeinen Wert ihrer geleisteten Sacheinlagen zurück.
Es darf keine Person durch Verwaltungsausgaben, die den Zwecken des Vereins fremd sind, oder durch verhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.
4.) Innerhalb des Vereins ist die Bildung sportlicher und geselliger Unterabteilungen zulässig und muß von der Hauptversammlung genehmigt werden.

§ 3 Mitgliedschaft
1.) Der Verein besteht aus aktiven (sporttreibenden). passiven (unterstützenden) und Ehrenmitgliedern. In den Verein kann jedermann aufgenommen werden der einen guten Leumund besitzt.
2.) Die Mitgliedschaft wird durch schriftliche Beitrittserklärung beantragt. Bei Jugendlichen unter 18 Jahren ist die Unterschrift des Erziehungsberechtigten erforderlich. Die Mitgliedschaft tritt in Kraft, wenn die Aufnahmegebühr und der erste Beitritt entrichtet sind.
3.) Die Aufnahmegebühr und der Beitrag sind variabel. Sie sind für aktive und passive Mitglieder gleich. Sie sollen für Schüler und Jugendliche unter 18 Jahren niedriger sein. Die Höhe des Mitgliedsbeitrages und die Aufnahmegebühr wird von jeder Hauptversammlung für das laufende Geschäftsjahr festgelegt. Der Beitrag ist eine Bringschuld und ist vierteljährlich zu entrichten. Bei Vorliegen besonderer Härtefalle entscheidet der Ausschuß.
4.) Die Mitgliedschaft bei Blau-Weiß erlischt mit dem Tode, bei Austritt oder durch Ausschluß.
Der Austritt kann nur jeweils zum Jahresende erfolgen und muß schriftlich erklärt werden.
Der Ausschluß kann vom Gesamtvorstand erklärt werden, wenn:
a) das Mitglied trotz Aufforderung seiner Beitragsschuld nicht nachkommt,
b) das Mitglied gegen die lnteressen des Vereins verstößt, oder sich innerhalb des Vereins oder in der Öffentlichkeit ehrenrührig benimmt.
Dem Ausgeschlossenen steht das Recht zur Berufung an die nächste Hauptversammlung zu.
Ausgeschlossenen und Austretenden stehen keinerlei Recht am Vermögen des Vereins zu. Sie sind verpflichtet die Milgliedskarte zurückzugeben.

§ 4 Die Organe des Vereins
Organe des Vereins sind:
1. Die Hauptversammlung
2. Die engere Vorstandschaft
3. Der Ausschuß
4. Der erweiterte Ausschuß
5. Der Ältestenrat

1.) Die Hauptversammlung
Die Hauptversammlung ist das oberste Organ des Vereins. Sie besteht aus sämtlichen Mitgliedern. Sie findet alljährlich im Januar statt. Ihr steht die Entscheidung in allen Vereinsangelegenheiten zu. Der Vorstand ist an alle Beschlüsse der Hauptversammlung gebunden.

1.1 Die Einberufung der Hauptversammlung erfolgt durch den Vorstand unter schriftlicher Bekanntgabe der Tagesordnung mit einer Frist von 14 Tagen.
1.2 Die Leitung der Hauptversammlung hat der Vorstand.
1.3 Anträge an die Hauptversammlung sind schriftlich an den Vorsitzenden mit einer Frist von einer Woche bis zum Stattfinden der Hauptversammlung einzureichen.
1.4 Die Hauptversammlung ist mit der einfachen Mehrheit der Stimmen der anwesenden, stimmberechtigten Mitglieder beschlußfähig.
1.5 Stimm- und wahlberechtigt sind alle Mitglieder über 18 Jahren.
1.6 Satzungsänderungen müssen auf der Tagesordnung angekündigt werden. Sie können nur mit 2/3 aller Stimmen der anwesenden, stimmberechtigten Mitglieder beschlossen werden.
1.7 Die Tagesordnung der Hauptversammlung muss folgende Punkte enthalten, ohne dass die Punkte schematisch festzulegen sind:
a) Feststellung der anwesenden Stimmberechtigten
b) Jahresbericht alles Vorstandsmitglieder
c) Bericht der Kassenprüfer
d) Diskussion und Stellungnahme zu den Berichten
e) Wahl eines Wahlleiters und einer Wahlkommission aus 2 Mitgliedern
f) Entlastung der Vorstandschaft und Kassenprüfer
g) Notwendige Neuwahlen
h) Anträge
i) Verschiedenes
1.8 Die weiteren Organe des Vereins werden von der Hauptversammlung mit einer einfachen Mehrheit der Stimmen der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder gewählt.
Dabei erfolgt die Wahl der engeren Vorstandschaft jeweils auf die Dauer von 2 Jahren turngemäß so, dass jeweils in einem Jahr der 1. Vorstand und der Protokollführer auf die Dauer von 2 Jahren und im darauffolgenden Jahr der 2. Vorstand = Techn. Leiter und Schaztmeister auf die Dauer von 2 Jahren gewählt werden.
Die Wahl der Mitglieder des Ausschusses erfolgt jeweils für die Dauer von einem Jahr.
1.9 Die Wahlen erfolgen grundsätzlich schriftlich und geheim. Liegt für das jeweils zu wählende Amt nur ein Wahlvorschlag vor und hat der Kandidat verbindlich erklärt, dass er für den Fall seiner Wahl das Amt annimmt, so kann die Abstimmung durch Handzeichen erfolgen. Auf Antrag muss die Wahl jedoch geheim stattfinden.
Bei Stimmengleichheit erfolgen so lange Stichwahlen, bis zwei Kandidaten verbleiben. Ergibt eine Abstimmung über zwei Kandidaten erneut Stimmengleichheit, so erfolgt zunächst eine Stichwahl. Bei weiterer Stimmengleichheit erfolgt, nach einer durch den Wahlleiter festzulegenden kurzer Bedenkzeit, eine letzte Stichwahl. Bei einer sich ergebenden Stimmengleichheit entscheidet das Los.

2.) Die engere Vorstandschaft
Die engere Vorstandschaft besteht aus
1.) Dem 1. Vorsitzenden = Vortand
2.) dem 2. Vorsitzenden = Technischer Leiter
3.) dem Schatzmeister
4.) dem Protokollführer
2.1 Vorstand im Sinne des §26 BGB sind der 1. Vorsitzende, der 2. Vorsitzende = Techn. Leiter, der Schatzmeister und der Protokollführer. Jeder ist allein vertretungsberechtigt. Im Innenverhältnis sollen der 2. Vorsitzende, der Schatzmeister und der Protokollführer nur dann vertreten, wenn der 1. Vorsitzende verhindert ist.
2.2 Der Technische Leiter ist verantwortlich für den gesamten Boxbetrieb. Er entwickelt das Jahresprogramm und legt dasselbe dem Ausschuß zur Genehmigung vor. In Zusammenarbeit mit den Trainern udn dem Jugendleiter sorgt er für die Heranbildung einer möglichst große Zahl Boxer aller Altersklassen. Er führt Buch und überwacht fällige Ehrungen derseleben.
Der Technische Leiter ist zuständig für den Abschluss von Kampfabschlüssen, wobei er die finanziellen Bedingungen mit dem Vorstand und Schatzmeister abstimmt.
Er nominiert in Verbindung mit den Trainern die Kämpfer. Der Technische Leiter bestimmt die Hilfstrainer, das Ringkommando und den Gerätewart. Er hat ein gehobenes Vorschlagsrecht für die Einstellung bezahlter Trainer.
2.3 Der Schatzmeister vertritt alle finanziellen Belange des Vereins. Er ist berechtigt feststehende, wiederkehrende Verbindlichkeiten des Vereins ohne Vorlage beim Ausschuss selbständig auszugleichen.
Der Schatzmeister ist verpflichtet, mit dem Vereinsvermögen sparsam zu wirschaften. Er hat den engeren Vorstand auf dessen Wunsch, mindestens jedoch vierteljährlich einen Finanzbericht zu erstatten. Er hat den Kassenprüfern und der Hauptversammlung jährlich eine Abschlussrechnung in Soll und Haben vorzulegen.
Der Schatzmeister haftet persönlich für die von ihm verwalteten Barvermögen des Vereins.
Nachsatz: Er führt die Mitgliedskartei und hält diesselbe auf dem laufenden und setzt die Vorstandschaft bei Zu- und Abgängern umgehend in Kenntnis.
2.4 Der Protokollführer hat über jede Sitzung ein Protokoll zu fertigen und dasselbe im Protokollbuch abzuheften oder einzukleben. Auch führt er die Radaktion für die Vereinszeitung. Er übt seine Tätigkeiten mit dem Vorstand und der engeren Vorstandschaft aus.
2.5 Die Unterabteilungen wickeln ihre Angelegenheiten in eigener Verantwortung in Verbindung mit der Vorstandschaft ab.
2.6 Jeder Ressortleiter hat in der letzten Ausschußsitzung des Jahres seien Inventurliste dem Ausschuss vorzugelen.

3.) Der Ausschuss
Der Ausschuss besteht aus:
1. der engeren Vorstandschaft
2. zwei Beisitzern der aktiven Mitglieder
3. zwei Beisitzern der passiven Mitglieder
Die Beisitzer vertreten jeweils die aktiven und passiven Mitglieder.

4.) Der erweiterte Ausschuss
Der erweiterte Ausschuss besteht aus:
1. der engeren Vorstandschaft
2. der Ausschuss
3. den Trainern
4. dem Jugendwart
5. je einem Vertreter der Unterabteilungen
3.1 Den Trainern obliegt die Schulung aller aktiven Boxer. Sie unterliegen den Weisungen des Techn. Leiters und arbeiten eng mit ihm zusammen.
4.1 Dem Jugendwart obliegt die Betreeung der Schüler und Jugendlichen. Er untersteht dem Techn. Leiter. Er arbeitet eng mit diesem zusammen, ebenso mit den Trainern.
5.) Der Ältestenrat
Der Ältestenrat hat beratende Funktionen. Seine Mitgliederzahl beträgt 3 Mitglieder. Ihm sollen Mitglieder angehören, die längere Jahre im Verein sind. Sie sollen Vereins-Funktionärs-Erfahrung haben. Der Ältestenrat ist die Schiedsstelle des Vereins bei Meinungsverschiedenheiten der Organe des Vereins untereinander.

Passives Wahlrecht
a) In den engeren Vorstand können alle Mitglieder gewählt werden, die das 21. Lebensjahr vollendet haben und mindestens zwei Jahre dem Verein angehören.
b) In den Ausschuss können alle Mitglieder gewählt werden, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und mindestens 1 Jahr dem Verein angehören.

In Abweichung davon
können alle Vertreter der Aktiven, in den Ausschuss der Mitglieder gewählt werden, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und mindestens ein Jahr dem Verein zugehören.
c) Für alle Funktionen des Vereins ist die Wiederwahl zulässig.

Zusammenkunft der leitenden Organe
a) Die engere Vorstandschaft tritt zusammen, wenn schnelle Beschlüsse zu fassen sind. Sie ist beschlussfähig, wenn drei Ihrer Mitglieder anwesen sind.
b) Der Ausschuß tritt mindestens monatlich zusammen. Er ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte der Mitglieder anwesend sind.
c) Der erweiterte Ausschuss tritt vierteljährlich zusammen. Diese Sitzung dient jeweils der Unterrichtung alle Funktionäre.

§ 5 Die Ehrenordnung
Der Verein gibt folgende Ehrenordnung: (Sie gilt als Anhang zur Satzung).

§ 6 Die Auflösung des Vereins
Die Auflösung des Vereins kann nur durch eine Hauptversammlung erfolgen, die ausschließlich zu diesem Zweck einberufen wird, wobei mindestens 3/4 der anwesenden Stimmberechtigten der Auflösung zustimmen müssen.

§ 7 Vermögensregelung bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins
Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zweckes, fällt das Vermögen des Vereins, soweit es die eingezahlten Kapitalanteile der Mitglieder und den gemeinen Wert der von den Mitgliedern geleisteten Sacheinlagen übersteigt, an den Amateur-Boxverband Baden, der es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke zu verwenden hat.

§ 8 Inkrafttreten
Die Satzungen treten mit dem 18.1.1975 in Kraft und wurden von der Hauptversammlung am selben Tage beschlossen. Alle vorherigen Satzungen sind damit ungültig.